So habe ich meine Arthrose in den Griff bekommen

  • Wie ich meine Arthrose in den Griff bekommen habe

    1993 ging ich zu einen Sportarzt, weil ich dicke schmerzende Knie hatte. Der Arzt fragte mich, ob ich bisher Sport getrieben habe. Ich erzählte ihm, dass ich 6 x in der Woche bis vor ca. einer Woche Karate trainiert hatte. Darauf wackelte er an meinem Knie, wie an einem alten Fahrrad und sagte mir, dass es ausgeschlagen sei. Ich hätte von meinem Sport erhöhte und unheilbare Abnutzungserscheinungen. Dann sagte er mir, dass ich bald künstliche Knie bekommen werde und er bot mir an, mir eine Spritze zu geben und mir Tabletten zu geben. Ich sagte ihm, dass ich keins von Beiden möchte und ging. Dann kaufte ich mir das Buch mit dem Titel "Kampf der Arthrose". Darin stand, dass ich auf Zucker, Schweinefleisch, zuckerhaltige Lebensmittel und auf Alkohol verzichten soll. Zu mir nehmen sollte ich Magnesium und Fisch. Dann sollte ich darauf achten, dass in jeder Mahlzeit möglichst viel Vitamin C, Magnesium und Protein enthalten ist. Weiterhin sollte ich Fahrrad fahren und wenn ich kein Übergewicht habe, sogar Joggen, weil Bewegung wichtig sei.

    Der Knorpel würde sich von Kindheit an abnutzen, sich aber auch immer wieder erneuern, weswegen sogar 80ig jährige Menschen noch wöchentlich einen Marathon laufen können. Durch falsche Ernährung (zu viele falsche Lebensmittel und zu wenige richtige Lebensmittel) wird der Kreislauf von Abnutzung und Erneuerung unterbrochen. Bis der Knorpel sich vollständig erneuert hat, würde es ca. 2 Jahre dauern.

    Dies tat ich alles und nach 3 Tagen hatte ich keine geschwollenen Knie mehr. Daraufhin trank ich eine Flasche Bier und die Beschwerden waren wieder da. Eine weitere Flasche Bier nach einem Monat und wieder waren die Beschwerden da. Eine weitere Flasche Bier nach 2 Jahren und ich bekam keine Beschwerden mehr.

    Vor und nach dem Joggen machte ich noch Dehnungsübungen nach einem Buch mit dem Titel „For ever young“ von Dr. Strunz. Damals wusste ich noch nicht, dass ich dabei ein Faszientraining machte. Durch die tiefe Stellung im Chotokan-Karate hatte ich vernachlässigt, meine Knie ab und zu von vorn bis hinten zu beugen, zum Beispiel wie beim Yoga.

    Ich bin jetzt 62 Jahre, esse nur noch einmal in der Woche Fleisch, trinke nur ab und zu Sekt oder Rotwein, aber ich gehe immer noch Joggen und ich brauche keine künstlichen Knie.

    1993 besorgte ich mir eine Lebensmitteltabelle, aus der ich lesen konnte, wie viel Vitamin C welches Lebensmittel hat, eine Tabelle mit Angaben wie viel Magnesium welches Lebensmittel hat und eine Tabelle mit Angaben, wie viel Protein welches Lebensmittel hat. Für meine Essenszusammenstellung durfte ich nur Lebensmittel auswählen, die jeweils einen hohen Gehalt haben. Zu allen 3 Hauptmahlzeiten mussten alle 3 (Vitamin C, Magnesium, Protein) mit jeweils hohen Gehalt davon verzehrt werden. Fisch war als Schmerzmittel empfohlen, aber der Fisch und auch die anderen Lebensmittel dürfen keine E-Stoffe enthalten, weil sich die E-Stoffe in den Gelenken ablagern. Dort kriegt man sie nur raus, wenn man einmal 2-3 Tage hungert.

    Zum Frühstück aß ich dann z.B. eine Scheibe Brot mit Geflügelschinken und Spiegelei darüber. Dazu aß ich eine halbe Büchse Fisch in Öl, Paprika und einen Apfel. Getrunken habe ich dazu ein Glas Wasser mit einer darin aufgelösten Magnesiumtablette.

    Mittags aß ich Geflügel und Gemüse.

    Abends aß ich Cornedbeef oder Geflügelroster, Fisch, Vollkornbrot und Gemüse.

    Ich war Angler und 2006 wurde ich noch Jäger. Ich aß lange Zeit bis zu 4 x täglich Wurst und/oder Fleisch. Ich hatte keine Ahnung was Purine sind und mein Körper konnte die Purine bis 2019 gut abbauen. Plötzlich bekam ich Schmerzen in der großen Fußzehe und dann an der linken Hand einen Gichtknoten. Ich ging zum Arzt und lies mein Blut untersuchen, aber die Blutwerte waren in Ordnung, keine Gicht und kein Rheuma.

    Jetzt klärte mich mein Sohn (Ein Eier und Käse essender Vegetarier) auf, was Purine sind. Er empfahl mir auf Fleisch und Wurst zu verzichten, ohne mir zu sagen, wie ich die Proteine ersetzen soll. Ich hatte das Gefühl ohne Fleisch und Wurst zu verhungern und deshalb hielt ich es keine 3 Tage ohne Wurst oder Fleisch aus. Jetzt versuche ich die Proteine mit Eiern, Nüssen und Hülsenfrüchten zu mir zu nehmen. Die Schmerzen im großen Zeh und der Gichtknoten sind weggegangen. Nur gut, dass ich dem Arzt verboten hatte, mir Kortison in den Knoten zu spritzen (schon die 2. Geschichte).

    1993 konnte ich auch nicht einfach Joggen gehen, weil ich es gar nicht konnte. Aus dem Buch "For ever Young (Für immer Jung)" lernte ich das erst einmal. Ich lief mit einer Pulsuhr, bis der Puls auf 140 Schläge war und dann ging ich im Schritt weiter, bis er runter auf ?? war und dann lief ich wieder, bis er auf 140 hoch war. Erst nach 2 Monaten war es mir erstmalig gelungen 30 Minuten zu Joggen, ohne dass der Puls höher als 140 Schläge gestiegen war und ohne zwischendurch im Schritt zu gehen. Es ging darum, dass ich im positiven Bereich und nicht im negativen Bereich laufe. Ein zu hoher Puls würde Schaden, zum Beispiel das Immunsystem schwächen. Über 2 Jahre lief ich täglich 30 min bei Wind und Wetter. Ich bekam in dieser Zeit nicht einmal eine Erkältung. Seit ein paar Jahren laufe ich ohne Pulsuhr, nur noch nach Gefühl.

    Von Liebscher & Bracht gibt es in YouTube auch Videos über die "Arthrose-Lüge". Da wird die Ursache von Arthrose in einer eingeschränkten Bewegung gesehen und erfolgreich mit einer Art Dehnübungen bekämpft. Ich sollte vor und nach jedem Lauf nach dem Buch "For ever young" bestimmte Dehnübungen machen. Möglicher Weise hatte ich meine Arthrose nur erfolgreich besiegt, weil alles zusammen, die Ernährungsumstellung, die Dehnübungen und das Joggen den Erfolg brachten. Aus deren Videos habe ich entnommen, dass im Knie gar keine Schmerzrezeptoren sind und dass man den Knorpel von beiden Seiten drücken muss, damit er wieder etwas Spielraum bekommt und erst dann ist er in der Lage wieder Nährstoffe auf zu nehmen (möglichst die gesunden Nährstoffe).

    Nach ein paar Jahren wollte ich vor und nach dem Laufen die Dehnübungen weg lassen, worauf ich Schmerzen im Knie und in der Wade bekam. Den o.g. Kreislauf nicht zu unterbrechen ist auf Dauer nicht einfach und manches Mal weiß man selbst nicht, was man falsch gemacht hat. Ist der Knorpel nämlich wieder nachgewachsen, verzeiht einen Körper über eine gewisse Zeit begangene Fehler und sind die Schmerzen erst einmal wieder da, dann fängst du wieder von vorn an. Probleme kann es schon geben, wenn die Ehepartnerin/-ner kocht, deren Magen einfach alles verträgt, ohne davon Krank zu werden und erst recht, wenn sie oder er sich nicht vegetarisch ernährt.

    Mit Karate hatte ich 1993 sofort aufgehört. Sogar junge Menschen (ein Student) aus dem Verein bekamen die Diagnose „Arthrose“. Sie gingen alle zum Arzt und ließen sich von ihm zur OP schicken.

    Jetzt wünsche ich Euch eine eiserne Disziplin und viel Erfolg bei Eurer Selbstheilung.

    krafti

  • Hallo lieber Jürgen,

    lieben Dank das Du Deine Erfahrungen mit uns teilst und so eine tolle
    Wandlung gemacht hast. Die Ernährungsweise und Lebensweise hat einen
    enormen Einfluss auf die Gesundheit. Dies zeigt Dein ausführlicher Bericht.
    Du bist eine Bereicherung und Vorbild für die Leute, die auch an einer Arthrose
    leiden.

    Ganz liebe Grüße
    Conny

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